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Marineflugplatz De Mok

Die Geschichte der Luftfahrt auf Texel begann nicht erst mit dem Flugplatz De Vlijt im Jahr 1937, sondern bereits vor über einem Jahrhundert. Am 21. August 1917 eröffnete der niederländische Marineflugdienst MLD den Marineflugplatz De Mok auf der Südseite der Insel.

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1914

Um 1914 erkannte die Marine den Nutzen von Flugzeugen für Aufklärungs- und Verbindungszwecke. Eine kleine Gruppe von Offizieren erwarb den Pilotenschein. Zudem wurden eigene Flugzeuge angeschafft – nicht nur „normale“ (Land-)Flugzeuge, sondern auch Wasserflugzeuge.

Wasserflugzeuge

Nun wurde ein geeigneter Standort für einen Fliegerhorst gesucht. Dabei stieß der MLD auf die Mokbaai, ein Gewässer in geschützter Lage mit einer Fahrrinne zur Meerenge Marsdiep und daher ideal für die damals noch eher fragilen „fliegenden Kisten“. Außerdem lag die Mokbaai in der Nähe von Den Helder, dem wichtigsten Marinehafen der Niederlande.

In erster Linie wurde De Mok als Heimatbasis für Wasserflugzeuge genutzt. In den Anfangsjahren landeten dort zuweilen auch Landflugzeuge. Man benutzte dazu ein kleines Areal hinter dem Flugsanddeich. Mit der Inbetriebnahme des Marineflugplatzes De Kooy südlich von Den Helder war dies jedoch nicht mehr notwendig.

In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts leisteten Wasserflugzeuge vor allem gute Dienste in Niederländisch-Ostindien, wo die Entfernungen weit und die Flugplätze dünn gesät waren. Die Besatzungsmitglieder durchliefen einen Teil ihrer Ausbildung auf De Mok.

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Angegriffen

Im Mai 1940 wurde der Flugplatz mehrmals von deutschen Flugzeugen angegriffen, übrigens ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Kurz vor der niederländischen Kapitulation beschloss das Armeekommando, die Flugzeuge und Gebäude zu sprengen, damit sie nicht in deutsche Hände fielen.

Während des Krieges nutzten die Besatzer De Mok in bescheidenem Umfang als Heimatbasis für ihre Wasserflugzeuge. In der Nähe des Fliegerhorstes wurde eine Flakbatterie aufgebaut.

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Die Befreiung

Nach der Befreiung stellte sich heraus, dass De Mok völlig zerstört war. Da Wasserflugzeuge jedoch nicht mehr von Bedeutung waren, wurde der Flugplatz als solcher nicht mehr aufgebaut. Dennoch wird De Mok auch heute noch von der niederländischen Armee genutzt, und zwar als Ausbildungslager für das Marinekorps.

An einem großen Modell von De Mok können Museumsbesucher sehen, wie der Flugplatz kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ausgesehen hat. Die Geschichte des Fliegerhorstes wird anhand von Fotografien, maßstabsgetreuen Modellen und verschiedenen Objekten anschaulich gemacht.

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