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Flugplatz De Vlijt

Texel verfügt seit 1937 über einen eigenen Flugplatz. Dessen Bau verdanken wir der niederländischen Fluggesellschaft KLM, für die unsere Insel eine willkommene Erweiterung des inländischen Flugnetzes war. De Vlijt, wie der Flugplatz damals genannt wurde, war sofort sehr beliebt. Im Sommer gab es täglich mehrere Flüge zwischen dem Flughafen Schiphol und Texel. In nur einer halben Stunde war man am Ziel. Wer also das entsprechende Geld hatte, konnte viel Reisezeit sparen.

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Hölzernes Empfangsgebäude

Das Gelände des Flugplatzes De Vlijt war fast quadratisch und etwa 600 mal 600 m groß. Es gab auch ein hölzernes Empfangsgebäude, wo die Fluggäste während der Wartezeit sogar Kaffee trinken konnten. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wurde De Vlijt teilweise für andere Zwecke genutzt. So wurde beispielsweise auch die Abteilung für Militärluftfahrt dort untergebracht.

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1940

Im Mai 1940 wurden möglichst viele Flugzeuge außerhalb des Flugplatzes aufgestellt, um sie vor feindlichem Beschuss zu schützen. Sehr erfolgreich war dieser Plan nicht: Die Deutschen schossen die meisten Flugzeuge in Brand. Nach der Kapitulation der Niederlande beschlagnahmten die Besatzer De Vlijt.

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Großformatiges Modell

1941 wurden Jagdflugzeuge auf De Vlijt stationiert und das Gelände mit befestigten Startbahnen erweitert. Als sich die Deutschen jedoch in die Defensive gedrängt sahen, setzten sie den Flugplatz außer Betrieb, sodass die Alliierten dort nicht landen konnten. Nach der Befreiung dauerte es bis 1953, bis De Vlijt wieder ausreichend wiederhergestellt war und wieder genutzt werden konnte.

Ein großes Modell im Luftfahrt- und Kriegsmuseum vermittelt, wie De Vlijt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ausgesehen hat. Darüber hinaus wird die Geschichte des Flugplatzes anhand von Fotos, Modellen und verschiedenen Objekten dokumentiert.

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